Ausfüllhilfe für Heilmittelverordnungen in der Podologie

 

Sehr geehrte*r Patient*In,

unsere Praxis ist zur Abrechnung von Heilmittelverordnungen (VO) im Bereich der Podologie mit den gesetzlichen Krankenkassen zugelassen.

Wir dürfen nur eine Leistung erbringen und mit den Krankenkassen abrechnen, die vom Arzt verordnet wurde. Eine podologische Therapie sind nur dann verordnungsfähig, wenn sie zur Behandlung krankhafter Schädigungen am Fuß infolge eines Diabetes mellitus, einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie oder eines Querschnittssyndroms dienen.

Wir möchten gerne die strengen gesetzlichen Vorgaben der Krankenkassen erfüllen und Ihnen eine schnellstmögliche Behandlung gewährleisten. Um die Fristenregelung einzuhalten und die Gültigkeit der Verordnung zu erhalten, können Sie selbst mit der Prüfung Ihrer Verordnung dazu beitragen.

ACHTUNG: Nicht ordnungsgemäß ausgefüllte Verordnungen müssen wir an Sie bzw. den Arzt zurückgeben, da sonst die Behandlung nicht begonnen werden darf.

Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe.

 

Auf folgende Merkmale muss geachtet werden:

 

Zuzahlungspflichtig / Zuzahlungsbefreit

Sind Sie von der Zuzahlung befreit und haben dieses dem Arzt für das aktuelle Jahr nachgewiesen? Anmerkung: Wenn nicht, sollten Sie dieses dringend nachholen, da wir sonst die Zuzahlungsgebühr einziehen müssen. Wir haben die Pflicht des Inkassos im Auftrag der Krankenkassen, nicht die dem Nachweis der Befreiung!

 

Gültigkeit

Datum der Ausstellung der Verordnung, Gültigkeit ab diesem Datum 28 Tage (§15 Abs.1 HM-RL).

 

Behandlungsrelevante Diagnosen

Die Angabe der behandlungsrelevanten Diagnose muss in Form von ICD-10-Codes erfolgen.

Als relevant ist ein ICD-10 anzusehen, der eine eindeutige Zuordnung zur diagnostizierten Erkrankung deklariert. Für die Praxis heißt das, dass nun noch folgende ICD-10 angegeben werden dürfen:

Diabetisches Fußsyndrom: E10.74 / E11.74 / E12.74 / E13.74 / E14.74 (alternativ E10.75 / E11.75 / E12.75 / E13.75 / E14.75) sind als alleinige Codes ausreichend.

 

Diabetische Neuropathie: E10.40* / E11.40* / E12.40* / E13.40* / E14.40* erfordern bei Diabetes mellitus die zusätzliche Codierung G63.2 (Polyneuropathie). So muss die angegebene Codierung z. B. E11.40* + G63.2 lauten.

 

Sensible oder sensomotorische Neuropathie oder Querschnittssyndrom

Krankhafte Schädigungen am Fuß als Folge einer sensiblen oder sensomotorischen Neuropathie (NF) oder als Folge eines (in-)kompletten Querschnittsyndroms (QF) sind seit dem 01.07.2020 verordnungsfähig. Aufgrund der Vielzahl der Diagnosen erscheinen hier keine ICD-Codierungen.

 

 

 

Die Langversion steht Ihnen hier als PDF zum Download bereit.